Nein, das ist kein Werbetext für ein Versicherungsunternehmen, vielmehr geht es diesmal um die Gesundenuntersuchung die jedem und jeder ab dem 18. Lebensjahr zur Verfügung steht. Mal zwickt es hier, mal zwackt es dort und man denkt sich oftmals nicht viel dabei, sondern ignoriert es gekonnt als schrullige Erscheinung des Alltags, des Stresses oder des Älterwerdens. Oftmals zwickt und zwackt es nicht einmal und am Ende hat man dennoch eine Erkrankung. Keine Angst, wir wollen hier keinesfalls der Hypochondrie Tür und Tor öffnen oder Panikmache betreiben, aber Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten. Und das Beste daran ist, Sie haben auch noch jährlich kostenlos Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung.

Nicht zögern, handeln!

Die Gründe, die für eine Vorsorgeuntersuchung oder Gesundenuntersuchung sprechen, sind schnell erklärt und überzeugend. Zum Einen Können Gesundheitsrisiken frühzeitig erkannt und das Auftreten, beziehungsweise das Risiko für das Auftreten von Erkrankungen verhindert werden. Zum Anderen können bereits bestehende Erkrankungen in einem frühen Stadium erkannt und so oftmals besser und erfolgreicher behandelt werden. Was also würde gegen eine Gesundenuntersuchung sprechen? Angst und Scham sind es meistens, die uns hier zögerlich werden lassen. Angst davor, dass die Ärztin oder der Arzt tatsächlich etwas finden könnte. Nun, diese Angst ist bei logischer Betrachtung nicht wirklich verständlich, bedenkt man, welche Gesundheitsrisiken sich durch regelmäßige Vorsorge verhindern lassen. Die Untersuchung selbst ist dagegen ein wahrer Kindergeburtstag. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Früherkennung von Risikofaktoren für Herz- Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und Krebserkrankungen. Ab dem 60. Lebensjahr werden auch Risikofaktoren für Alterserkrankungen betrachtet.

It’s a feature not a bug!

Zusätzlich werden zwei weitere Untersuchungen angeboten, eine Darmspiegelung, sowie für Frauen eine Mammographie. Beide Untersuchungen dienen der Krebsvorsorge. Eine Darmspiegelung oder Koloskopie dient der Früherkennung von Darmkrebs. Diese Krebsart ist mittlerweile eine Erkrankung die auch junge Menschen betreffen kann und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. So unangenehm sich das Wort Darmspiegelung auch anhören mag, eine Krebserkrankung, an deren Ende der Tod oder ein Leben mit künstlichem Darmausgang warten kann, steht in keinem Verhältnis dazu. Eine zweite Zusatzuntersuchung wird allen Frauen angeboten, die Mammographie. Im Zuge der Brustkrebsvorsorge wird bereits jetzt allen Frauen im Alter zwischen 45 und 69 per postalischer Einladung alle 2 Jahre eine Mammographie angeboten und nahegelegt. Aber auch alle anderen Frauen haben die Möglichkeit dazu. Lassen Sie sich hierzu am Besten von ihrer behandelnden Ärztin oder Arzt beraten. Beide Zusatzuntersuchungen dienen ihrer Gesundheit und lohnen sich!

Wohin kann man sich wenden?

Wie kommt man nun zu einer Vorsorgeuntersuchung? Am Einfachsten ist es, sich an die jeweilige Hausärztin oder den jeweiligen Hausarzt zu wenden, also eine Allgemeinmedizinerin oder einen Allgemeinmediziner. Zusätzlich können Sie sich auch an eine Ärztin oder einen Arzt für Innere Medizin oder Lungenheilkunde wenden. Alle drei medizinischen Arztgruppen führen die Basisuntersuchungen durch. Für die Zusatzuntersuchungen bekommen Sie eine Überweisung von ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt.