Vorbeugen und gar nicht erst krank werden!

 

Durch kalte, nasse Füße wird die Anfälligkeit für eine Erkältung erhöht. In der Folge wird nämlich auch die Durchblutung der schützenden Atemwegsschleimhaut vermindert. Die herabgesetzte Durchblutung bedeutet, dass über das Blut weniger Abwehrkörper herangeschafft werden.
Auch ungewohnte oder übermäßige sportliche Belastungen, falsche Ernährung, Stress und andere Faktoren können das Immunsystem schwächen. Vor Fremdkörpern wie z. B. Viren kann sich der Organismus dann nicht mehr effektiv schützen – es kommt zur Erkrankung. Sofern die Heftigkeit oder lange Dauer der Beschwerden die Erkrankten nicht ohnedies zum Arzt oder zur Ärztin führt, kann man versuchen, sich selbst wieder mit Hausmitteln fit zu bekommen. Die vorbeugende Einnahme von Vitamin A, C und D, immunstärkendem Zink und der Extrakt von rotem Sonnenhut, Cistrose oder Holunder können oft eine Erkältung abfangen oder für einen leichteren, kürzeren Verlauf sorgen.

Wenn es dennoch passiert, sollte man im Bett bleiben und zwei bis drei Liter fiebersenkenden Lindenblüten– oder Holundertee trinken. Steht der Husten im Vordergrund, hilft eine wohlschmeckende Teemischung aus Thymian, Süßholz, Eibisch, Malvenblüte und Königskerze. Spitzwegerich-, Eibisch– und Thymiansirup werden auch von Kindern gern genommen. Efeuextrakt als Saft, Tropfen oder Brause wirkt entkrampfend auf die Bronchien und löst zähen Schleim.

Gegen Halsschmerzen soll mit möglichst warmem Salbeitee gegurgelt werden, man kann ihn auch langsam schluckweise trinken. Bei Schnupfen schafft eine Inhalation Erleichterung: Fünf bis zehn Tropfen Eucalyptus– oder Latschenkieferöl in einen Topf mit ein bis zwei Liter heißem Wasser geben und die Dämpfe mit einem großen Handtuch über dem Kopf einatmen. Wenn die Nasenschleimhaut schon wund ist, soll mit Kamille inhaliert und eine Heilsalbe aufgetragen werden.

Inhalationen eignen sich nicht für Kinder unter sechs Jahren, da Verbrühungsgefahr besteht und Hustenattacken sowie Schleimhautreizungen ausgelöst werden können. Dafür schaffen Einreibungen mit ätherischen Ölen auf Brust und Rücken ein Gefühl der freien Nasenatmung.

Auch Essig ist ein altes Heilmittel, das bei grippalen Infekten häufig verwendet wird. Durch Essigbäder wird die Haut entgiftet. Die eigentliche Anwendung von Essig erfolgt aber als Wickel. Hier wird dem Körper durch den Essig die Wärme entzogen und es erfolgt damit eine fiebersenkende Wirkung.

Es gibt Warnsignale bei Erkältungen bzw. Husten, die auf jeden Fall beachtet werden sollten. Jeder länger als 14 Tage bestehende Husten bedarf einer gründlichen Abklärung. Bei gelblich-eitrigem Auswurf sollte der Hausarzt aufgesucht werden (möglicherweise ist eine antibiotische Behandlung erforderlich). Bei „Grippalem Infekt“ mit hohem Fieber und Schmerzen beim Atmen muss ein Arzt oder eine Ärztin zu Rate gezogen werden! Ist der Auswurf blutig oder rötlich verfärbt, kann das ein erstes Zeichen für eine ernste Erkrankung sein. Für Raucher gilt: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Lunge sind wichtig, auch Eigenbeobachtungen sind unerlässlich: Veränderungen des Allgemeinbefindens? Art, Dauer und Intensität des Hustens? Gewichtsverlust ? Andere Besonderheiten im Vergleich zu früher?

Wenn ein bereits erkälteter Mensch hustet oder niest schießen tausende von infektiösen Tröpfchen durch die Luft. Diese halten sich teilweise bis zu einigen Stunden in der Luft. Der Hauptübertragungsort sind allerdings die Hände. Die Erreger halten sich auf vielen Gegenständen wie Türklinken oder Münzen stundenlang. Die regelmäßige Desinfektion und Waschen der Hände ist also sehr wichtig, um gesund zu bleiben. Beim Küssen werden wir deutlich weniger oft infiziert als beim Händeschütteln. Im Speichel sind nämlich schon Abwehrstoffe enthalten, die Keime in ihrer Vermehrung stören.

 

Weitere Tipps zum Vorbeugen von Erkältungen

  • Vitaminreiche Ernährung durch Obst und Gemüse
  • Genügend Flüssigkeit trinken
  • Saunagänge und Wechselbäder
  • Bewegung in der frischen Luft wie z.B. Spaziergänge und Laufen
  • Ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Räumen
  • Wohnräume nicht überheizen – dies trocknet die Schleimhäute aus und Viren können leichter eindringen

Autor: Online-Redaktion Beavit.at (GV)
Informationsstand: 11/2017