Verstopfung? Abführmittel ja oder nein.

Sitzen, fahren, zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Flüssigkeit, unregelmäßiger Tagesablauf – kein Wunder, wenn der Darm streikt und träge wird. Als Verstopfung (Obstipation) bekommt das sein Besitzer zu spüren. Aber keine Panik, erst wenn man weniger als zwei Mal die Woche „muss“, handelt es sich wirklich um eine Verstopfung. Schuld an Verstopfungen sind in den meisten Fällen die Lebensgewohnheiten, seltener Darmerkrankungen oder bestimmte Arzneimittel. Eine Rolle können unter anderem auch spielen: Stress, Reisen oder ungewohnte Situationen wie Krankenhausaufenthalte.

Eine der Grundregeln zum richtigen Gebrauch von Abführmitteln lautet, dass sie nur Bedarf eingenommen werden sollen – nie „sicherheitshalber“, also prophylaktisch. Nach der Darmentleerung sollte man mindestens zwei Tage kein Abführmittel nehmen. Zum Arzt gehört man bei chronischer Verstopfung, wenn sie sich mit Durchfall abwechselt, bei Schmerzen im Unterbauch, Verstopfung und Erbrechen, wenn der Stuhl mit Schleim vermischt ist oder wenn es in der Schwangerschaft Probleme mit der Verdauung gibt.

Was der Darm ganz allgemein braucht, um das zu tun, was man von ihm erwartet: ausreichende Füllung durch faserreiche Kost und genügend Flüssigkeit (eineinhalb bis zwei Liter pro Tag). Ebenso freuen ihn Bewegung und Sport, Bauchmassagen und Bauchmuskeltraining. Wenn er dazu noch genügend Zeit für die Entleerung hat und das regelmäßig – dann hat er keinen Grund mehr, zu streiken.

Für den Bedarfsfall gibt es eine Reihe rezeptfreier Präparate in der Apotheke, die im wahrsten Sinn des Wortes Erleichterung verschaffen. Pflanzenextrakte aus Sennesblättern zum Beispiel stimulieren die Darmtätigkeit. In den Darmol – Täfelchen bestehend aus einer Schokoladengrundmasse sind die abführenden Wirkstoffe der Sennesblätter (Sennoside) eingearbeitet. Sie regen die Darmtätigkeit an, führen durch erhöhte Wasserabgabe in den Dickdarm zu einer Aufweichung des Stuhls und erleichtern so die Stuhlentleerung. Wenn Sie sich nach 1-2 Wochen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

 

Autor: Online-Redaktion Beavit.at (GV)
Informationsstand: 01/2017