Stress?! Was wirklich helfen kann..

 

Auch wenn die Weihnachtszeit eine besinnliche Zeit sein sollte, kommen immer mehr Menschen in den sogenannten „Vorweihnachtsstress“ und sind dann während der Feiertage total ausgebrannt und oft auch krank. Um diesen Ausbrenneffekt zu vermeiden kann mit verschiedenen Tipps dagegen gesteuert werden. Sodass Sie die verdienten Feiertage genießen können und nicht krank im Bett verbringen müssen.

 

 

Was ist Stress?

Unter Stress (vom lateinischen stringere „anspannen“ abgeleitet) verstehen wir eine durch äußere Reize hervorgerufene geistige und körperliche Reaktion. Diese Reaktion ist einerseits eine psychische und physische Belastung, andererseits befähigt sie uns besondere Anforderungen zu bewältigen.

Gewöhnlich verstehen wir unter Stress etwas Negatives, Stress kann aber auch positiv wirken. Sogenannter positiver Stress beansprucht unseren Körper zwar, aber er erhöht unsere Aufmerksamkeit und fördert unsere maximale Leistungsfähigkeit, ohne uns zu schaden.

Wenn heutzutage von Stress gesprochen wird, wird jedoch wohl meist negativer Stress gemeint sein. Wir empfinden Stress als negativ, wenn er dauerhaft oder sehr oft auftritt und wenn wir mit ihm geistig oder körperlich nicht umgehen können. Wir fühlen uns dann überfordert und bedroht. Wir fühlen uns Situationen nicht gewachsen und empfinden sie sogar als ausweglos.  Beispiele für solche Stress-Situationen sind Prüfungen, auf die man nicht ausreichend vorbereitet ist, berufliche Situationen, die einen überfordern, Krankheiten ohne klare Therapie-Aussichten (eigene oder in der Familie), dauerhafte Konflikte mit anderen Mitmenschen, aber auch Lärm oder andere Umwelteinflüsse können Stress hervorrufen. Häufige Stressfaktoren sind auch Mobbing im Beruf, Beziehungsprobleme, Geldmangel, Versagensängste, permanenter Zeitdruck sowie Versagensängste.

Stress hat sich zu einem Massenphänomen unserer Gesellschaft entwickelt. Laut einer aktuellen Studie des Versicherungsunternehmens Allianz (siehe https://www.allianz.at/ueber-allianz/media-newsroom/news/aktuelle-news/20170222pa-allianz-stressstudie/ ) betrifft Stress fast die Hälfte der Österreicher. „39 Prozent aller Österreicher fühlen sich durch Stress im Beruf erheblich beeinträchtigt, 25 Prozent durch Stress in der Freizeit. Beinahe jeder Vierte nähert sich dem Ende seiner Kräfte und steuert auf den Burnout zu. Neben dem Job ist es auch die wachsende Belastung im Privatleben, die vielen Menschen zu schaffen macht.“

Nervöse Anspannung und Unruhe:

Nervöse Anspannung und innere Unruhe sind oft Folgen von Stress, sie können aber auch durch körperliche oder seelische Erkrankungen hervorgerufen werden. Generell richtet kurzfristiger Stress meist keinen bleibenden Schaden an, wir sind grundsätzlich in der Lage, mit Stress umzugehen. Dauern Nervosität und Unruhe jedoch lang an, benötigen wir Hilfe und Behandlung.

Nervosität und Unruhe zeigen sich oft in Symptomen wie Herzrasen, schnellem Atmen, Händezittern oder Schweißausbrüchen. Bleiben Anspannung und Unruhe länger bestehen, kann unser Körper mit ernsthaften Störungen reagieren. Dies können neben Depressionen Bluthochdruck, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen oder Herzprobleme sein.

 

Was hilft?

Stressvermeidung

Logischer erster Schritt in der Stressbehandlung ist naturgemäß die ursächliche Vermeidung von Stress-auslösenden Faktoren. Zuallererst kann das Auftreten stressauslösender Situationen vermieden werden. In der Realität ist dies aber natürlich nicht immer möglich: Wer studiert, muss Prüfungen machen, wer in einem Betrieb tätig ist, muss sich mit Vorgesetzten und Kollegen auseinandersetzen etc. Woran man jedoch arbeiten kann ist der Umgang mit solchen Situationen sowie die Schaffung eines Umfelds, in dem Herausforderungen nicht zwingend Stress hervorrufen. Beispielhaft seien hier einige Ansätze erwähnt:

  • Herausfordernden Situationen gelassen begegnen
  • Positiv denken – „Wir schaffen das!“ – Einstellung
  • Flexibel sein – alternative Lösungsansätze für Probleme suchen
  • Lernen mit Misserfolgen umzugehen
  • Großer Aufgaben in kleine Teil-Aufgaben zerlegen
  • Realistische Ziele setzen, weniger vornehmen
  • Ausreichend und gut schlafen
  • Gesunde Ernährung
  • Wenig / kein Alkohol
  • Sport betreiben
  • Ausgleich schaffen – Spaß haben

Stressabbau

Ist der Stress aber erst mal da (und latent), müssen wir Strategien finden und Maßnahmen setzen, um mit ihm umzugehen und ihn abzubauen. Folgende Stress-Abbau Strategien können dauerhaft helfen

  • Entspannung durch Sport: Regelmäßiger Sport ist ein wirksames Mittel zum Stressabbau. Darunter wollen wir nicht die Erbringung von Spitzenleistungen verstehen (dies kann selbst wieder zum Stressfaktor werden…) sondern regelmäßige Bewegung, optimalerweise in der freien Natur
  • Autogenes Training: dies ist eine Entspannungsmethode, die auf Autosuggestion basiert. Vereinfacht gesagt werden dabei in entspannter körperlicher Haltung formelhafte Redewendungen eingesetzt, die dem Unterbewusstsein helfen an etwas zu glauben.
  • Methoden der körperlichen Entspannung: Darunter fallen Massagen, heiße Bäder, Dehnungsübungen der Muskel, spezielle Atemtechniken und ähnliches
  • Psychotherapie etc.: Gespräche mit Psychotherapeuten, Psychologen und Coaches kann einen bedeutenden Beitrag zum Stressabbau leisten, naturgemäß handelt es sich dabei um einen langfristigen (und auch kostenintensiven) Lösungsansatz
  • Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel: Bereits seit Jahrhunderten wir ausgewählten Pflanzenextrakten entspannende Wirkung zugeschrieben. In den letzten Jahrzehnten wurden diese Wirkungen auch durch zahlreiche, methodisch saubere Studien belegt. In den österreichischen Apotheken stehen ausgewählte Präparate (Tabletten, Kapsel, Tropfen) etc. zur Verfügung, die einzelne dieser Substanzen enthalten. Ähnliche Präparate sind auch in Drogeriemärkten und im Lebensmittelhandel verfügbar, aber auf Grund ihrer meist niedrigen Dosierungen nicht zu empfehlen. Aber auch viele der in Apotheken erhältlichen Produkt basieren auf nur einzelnen Pflanzenextrakten und sind nicht optimal dosiert. Dabei ist erst die Kombination mehrerer Pflanzenextrakte in ausreichender Dosierung tatsächlich hilfreich bei der Bekämpfung von Stress und Unruhezuständen.

Autor: Online-Redaktion Beavit.at
Informationsstand: 11/2017

 

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