trockene haut zerbröselt

 

 

Die Zahl der an Neurodermitis erkrankten Patienten ist in den vergangenen Jahrzehnten leider drastisch gestiegen. Noch sind viele offene Fragen zu Neurodermitis abzuklären. Nach derzeitigem Forschungsstand bestätig ist, dass es eine Störung der Haut-Barriere-Funktion ist, dadurch ein Feuchtigkeitsverlust eine zu geringe Talgproduktion und ein gestörter Wasser-Fett-Haushalt entsteht. Neurodermitis kann vererbt werden (wenn beide Elternteile betroffen sind liegt die Wahrscheinlichkeit bei 60-80% ebenso an Neurodermitis zu leiden).

Neurodermitis schränkt das tägliche Leben der Betroffenen auf Grund einer sehr trockenen Haut, Rötungen und starkem Juckreiz unangenehm ein. Bei Kindern ist meistens mit großflächigen Ekzemen zu kämpfen, Erwachsene leiden eher an Punktuell auftretenden Entzündungen. Häufig betroffene Hautstellen sind Hals, Dekolleté, Armbeugen, Kniekehlen, Hände, Ohrläppchen und Mundwinkel. Die Beschwerden treten nicht gleichförmig das gesamte Jahr auf, sondern in Schüben. Selbst scheinbar intakte Haut ist oft unterschwellig entzündet und da reichen manchmal kleinste Auslöser, um die Krankheit wieder zum Ausbruch zu bringen. Daher ist es wichtig, dass die individuellen Auslöser bekannt sind um diese zu umgehen. Stress ist beispielsweise ein weit verbreiteter Trigger.

 

4 Tipps zum richtigen Umgang mit Neurodermitis:

  1. Schmieren, schmieren, schmieren!“ Ganz wichtig ist die Basispflege: der Körper sollte ständig mit genug Feuchtigkeit versorgt sein, damit erst gar nicht ein Schub entstehen kann bzw. um den Abstand zw. den Schüben zu verlängern. Fett- und Feuchtigkeitsgehalt erhöhen, um die Schutzfunktion der Haut zu unterstützen und die Hautbarriere zu reparieren.
  2. Kratzen so gut es geht vermeiden, um den Teufelskreislauf „Jucken-Kratzen-Entzündung-Infektion“ zu durchbrechen (Nägel kurz!). Helfen können an dieser Stelle juckreizlindernde Produkte wie Eucerin AtopiControl Anti Juckreiz PFLEGE SPRAY und AtopiControl AKTIV CREME.
  3. Auslöser vermeiden – darunter können Kleidung (Wolle), Stress, Ernährung etc. sein
  4. Antientzündliche Therapie während eines Schubes

 

Die richtige Hautpflege ist für Neurodermitiker nicht nur während eines Schubes, sondern das ganze Jahr über wichtig!

Achten Sie auf Produkte, die frei von Duftstoffen, Konservierungsmitteln, Parabene und Farbstoffen sind. Eine besonders positive Wirkung hat der Inhaltstoff Nachtkerzenöl (aus Samen). Es enthält Linolsäure und Gamma-Linolensäure und kann die Schutzfunktion der Haut stärken und folglich den Feuchtigkeitsverlust minimieren (wasserundurchlässige Schicht). Kühlende Bestandteile, wie Menthol (bzw. Mentholähnliche) Verbindungen werden als angenehm und Juckreiz lindernd empfunden werden. Für einen ähnlichen Effekt empfehlen wir Salben oder Cremen im Kühlschrank zu lagern. Speziell entwickelt für die Akutphase wurde der EucerinAtopi Akut Pflegespray. Dieser vereint die Juckreizlindernde und kühlende Wirkung in einem praktischen Spray.

 

Zur Reinigung sollten nur rückfettende und pH-neutrale Produkte verwendet werden. Ein hoher Anteil an Lipiden macht die Haut geschmeidig, schützt sie vor Austrocknung und kann Juckreiz lindern. Aktuelle Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Neuodermitiker auf häufiges Baden (vor allem bei heißer Temperatur) verzichten und ihrer Haut zuliebe besser duschen sollten. Hierfür wurden eigens besonders rückfettende Duschöle entwickelt um eine Austrocknung zu verhindern. (z.B. Eucerin AtopiControl DUSCH Öl).

 

 

atopicontrolHomeAutor: Online-Redaktion Beavit.at
Informationsstand: 01/2015