Halsschmerzen – was ist die Ursache und was hilft?

halsschmerzen

 

Halsschmerzen sind vor allem während eines kalten Winters ein in Österreich und Deutschland weitverbreitetes Leiden. Sie zählen neben Schnupfen und Husten zu den „Trivialerkrankungen“.

 

Oft sind Halsschmerzen eine Begleiterscheinung einer Erkältungskrankheit. Diese Halsentzündung äußert sich mit Schmerzen und Schluckbeschwerden. Weiter werden verschiedene Formen von Halsschmerzen unterschieden:

  • Rachenschleimhautentzündung (Pharyngitis)
  • Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillitis)
  • Entzündung der Stimmbänder, Kehlkopf oder Kehlkopfdeckel (Laryngitis)
  • Seitenstrangangina, bei der die Seitenstränge (die von der oberen hinteren Rachenwand abwärts verlaufenden Lymphbahnen) betroffen sind.

 

Um eine Diagnose stellen zu können, sollten zunächst folgende Eckdaten abgeklärt werden:

  1. Alter des Patienten: Schwellungen im Halsbereich können bei Kindern schneller zu gravierenden Problemen wie Atemnot führen. Das heißt, einseitige starke Halsschmerzen, Atemschwierigkeiten oder Atemnot erfordern bei Kindern rasche ärztliche Hilfe.
  2. Beginn und Dauer der Halsschmerzen: In der Regel klingen Halsschmerzen, wenn sie als Erkältungssymptom auftreten, nach 3 bis 5 Tagen wieder ab. Schluckbeschwerden, ein Kratzen im Hals und ein Trockenheits Gefühl sind normal. Bei länger als 7 Tage andauernden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  3. Fieber: Bei viralen Infekten bleibt das Fieber unter 38°c. Nach 3 Tagen klingt es in der Regel von alleine wieder ab. Liegt eine bakterielle Ursache vor, kann das Fieber rasch auf 40°c ansteigen. Ein süßlicher Mundgeruch und ausgeprägte Lymphknotenschwellungen deuten zusätzlich auf einen bakteriellen Infekt hin.
  4. Fieber ohne Husten: In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit für einen bakteriellen Infekt sehr hoch und es sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Bei Jugendlichen sind Rachenentzündungen zu 1% bis 6% auf das „Pfeiffer’sche Drüsenfieber“ (Mononukleose) zurückzuführen. Es wird durch das Epstein-Barr-Virus (ein Herpes -Virus) hervorgerufen und führt zu Trias Halsschmerzen, Fieber und Lyphknotenschwellung.

 

Was nun, wenn der Hals bereits schmerzt?

Unterschiedliche Produkte aus der Apotheke können sowohl eine Schmerzlinderung herbeiführen als auch zur Heilung beitragen.

  • Gurgellösungen: Achten sie auf eine ausreichend lange Gurgeldauer (wir empfehlen 30-60 Sekunden). Anschließend wird die Lösung ausgespuckt – nicht geschluckt.
  • Lutschpastillen, Lutschtabletten: Gleichmäßig über den Tag verteilt und nach den Mahlzeiten im Mund zergehen lassen. Zwischen Anwendung und Mahlzeit sollten 30 Min vergehen um die Wirkung bestmöglich zu nutzen.
  • Sprays mit langem Sprayaufsatz: Bei einsprühen sollte ein lautes „Aaah“ gesprochen werden. So wird der hintere Gaumensegel angehoben und ein fälschliches Einatmen des Spühaerosols zu vermeiden.
  • Inhalatoren: Diese Anwendungsform (Flüssigkeitsaerosol Inhalieren) bietet den Vorteil, dass die Lösung über den Rachen hinaus bis in den Kehlkopfbereich kommt.

 

Pflanzliche Alternativen:

Warme Getränke (z.B. heiße Zitronenlimonaden und spezielle Hals- und Rachen-Teemischungen) können den Halsschmerz lindern, fördern die Durchblutung der Schleimhäute und aktivieren somit die lokale Abwehr. Ebenso können kalte Flüssigkeiten auf der gereizten Rachenschleimhaut eine angenehme Wirkung haben. In jeden Fall ist es wichtig viel zu trinken, sodass die Erreger „abtransportiert“ werden. Das Gurgeln mit Salzwassser (ein viertel Teelöffel Salz auf ein Glas Wasser) oder Teeaufgüssen trägt zusätzlich zu einer „guten“ Befeuchtung der Halsschleimhäute bei.

 

Gerne berät Sie das Pharmazeuten Team von Beavit.at – der Versandapotheke mit Herz – zum Thema Halsentzündungen, Halsschmerzen, passende Produkte und alternative Möglichkeiten via E-Mail, Chat oder Telefon. Alternativ finden Sie relevante Produktinformationen auf https://www.beavit.at/arzneimittel/grippe-erkaltung/hals-rachen.html.

 

 

 

Bei länger andauernden Beschwerden suchen Sie einen Arzt/Ärztin Ihres Vertrauens auf.

 

Autor: Online-Redaktion Beavit.at
Informationsstand: 12/14